Katzeninfos

Zuerst einmal die Frage: Was ist eine Katze?

 

Katzen sind die beliebtesten Haustiere in Europa. Die uns bekannte domestizierte Katze (Felis silvestris catus), mit all ihren Rassen, stammt von der afrikanischen Falbkatze ab und ist nicht mit der Europäischen Wildkatze (Felis silvestris) verwandt.

 

Unsere Haustiger können bis zu 20 Jahre alt und darüber werden - natürlich nur bei entsprechender Betreuung des Menschen. Bei freilebenden Katzenpopulationen ohne menschliche und medizinische Betreuung liegt die Lebenserwartung einer Katze nur zwischen 1,4 und 4,2 Jahren, wobei weibliche Tiere etwas länger leben, da sie nicht in Revierkämpfe verwickelt werden.

 

Katzen sind Raubtiere und Fleischfresser

 

Frei lebende Katzen jagen ihr Futter in freier Natur. Sie ernähren sich von Kleinsäugern (Mäusen, Ratten, Kaninchen, etc.), Vögeln und Insekten. Dabei dient das "Spiel mit der Beute" dazu sicherzustellen, dass diese schwach genug ist, um gefahrlos getötet zu werden. Bringt eine Mutterkatze lebende Beute zu ihren Jungen, dient das um diesen das Jagen beizubringen.

 

In menschlicher Obhut müssen Katzen ihr Futter nicht erjagen. Trotzdem ist das Jagdverhalten angeboren. Ihren Jagdtrieb leben Hauskatzen mit Hilfe von entsprechendem Spielzeug aus, das sie als ihre Beute ansehen. Art und Form dieser Gegenstände sind nebensächlich. Oft stürmen Katzen auch aus für den Besitzer unbegreiflichen Gründen minutenlang durch die Wohnung. Auch das ist Jagdverhalten.

Leider geht die Futtermittelindustrie nur unzureichend auf die Bedürfnisse unserer Katzen ein. Mehr dazu unter: Futter und Co

 

Katzen sind keine Einzelgänger

 

Die Meinung Katzen wären Einzelgänger ist längst überholt und widerlegt! Sie sind gesellig und würden in Gruppen leben, wenn der Mensch sie lassen würde. Ist eine Katze unverträglich, hat das der Mensch verbrochen, indem der Katze in ihrer Jugend die Sozialkontakte zu Artgenossen verwehrt wurden.Sehr wohl stimmt aber, dass Katzen ausschließlich alleine jagen. 

 

Beobachtet man größere Katzengesellschaften (z. B. auf Bauernhöfen oder in Mehrkatzenhaushalten) fallen vielfältige soziale Kontakte zwischen den Tieren auf. Die Tatsache, dass Hauskatzen soziale Tiere sind, war überhaupt erst die Grundlage für ihre Domestizierung und ermöglicht so die Kommunikation mit dem Menschen. Im Gegensatz dazu sind Einzelgänger, wie die Europäische Wildkatze, nicht domestizierbar.

Kommunikation und Körpersprache

 

Die Kommunikation der Katzen untereinander erfolgt durch Körpersprache, Gerüche und Laute.

 

Kommen Katzen in näheren Kontakt, signalisieren sie ihren emotionalen Zustand durch die Haltung und Bewegung des ganzen Körpers, einschließlich des Schwanzes. Auch die Stellung der Ohren und die Erweiterung der Pupillen spielen dabei eine wichtige Rolle.

 

Duftsignale dienen sowohl der Kommunikation in direkter Nähe als auch auf weite Entfernungen. Entsprechende Talg- und Schweißdrüsen produzieren Duftstoffe, die dann durch Reiben und Kratzen auf verschiedene Gegenstände und Pflanzen verteilt werden. Auch der Mensch wird durch diese Duftstoffe markiert. Duftmarken aus Urin dienen der Kennzeichnung des Reviers.

  

Laute verwenden Katzen untereinander sehr wenig. Nur wenn es brenzlich wird - etwas bei Revierkämpfen und in der Paarungszeit - sind ihre Schreie weithin zu hören. Auch das Fauchen gehört zur Katzensprache, genauso wie das Gurren einer Katzenmutter als Kommunikation zu ihren Kindern. Das Zusammenleben mit dem Menschen hat die Katze, was die Kommunikation anbelangt, auch als erwachsenes Tier im Babyalter belassen. Hier wird geschnurrt, gemauzt und kläglich nach Nahrung verlangt oder mit seinem Menschen auch regelrecht Kommunikation betrieben. Das würden "verwilderte" Katzen niemals untereinander tun.

 

Schlafverhalten

 

Katzen schlafen bis zu 18 Stunden am Tag. Dabei gibt es mehrere Schlafphasen. Manchmal scheint es für uns Menschen, dass die Katze schläft. Dabei ruht sie sich nur mit geschlossenen Augen aus, ist aber eigentlich hellwach.

 

Bei ungewöhnlichen Geräuschen reagiert die Katze auch während des Schlafes. Kann sie die Geräusche nicht identifizieren wacht sie rasch auf und ist aufmerksam. Erwacht sie aber aus ihrem Schönheits-Schlaf wird ausgiebig gegähnt und gestreckt, um die Muskeln zu dehnen.

Fühlt sich die Katze sicher, ist jede Schlafposition möglich.